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Der Umweltgarten in Wiesmühl an der Alz
startet ein Pilotprojekt an der Mörn

Projektträger: Umweltgarten Wiesmühl
Projektbetreuung: Birgit Höra und Maria Rabenbauer
Förderung: Region aktiv Chiemgau Inn-Salzach
Inhalt des Projekts:
Das Projekt soll die regionale Bedeutung des Baches sowie die vielfältigen Zusammenhänge des Ökosystems Fließgewässer aufzeigen und erlebbar machen. Es soll verdeutlicht werden, dass ein Bach nicht abschnittsweise, sondern als gesamtes System betrachtet werden muss, z.B. im Hinblick auf den Lebensraumverbund oder den Hochwasserschutz.
Aktivitäten
Schule im Grünen (verschiedene Projektschwerpunkte, Lehrplanbezug in den Fächern Erdkunde, Biologie, Chemie, Physik, Kunst).
Aktive Naturschutzarbeit an der Bachbaustelle.
Öffentlichkeitsarbeit
moern
Projektziele
Die abgeschlossenen Bach-Baustellen sollen Anstoß/ Initialwirkung haben für:
den langfristigen Prozess zur naturnahen Gewässerentwicklung.
die Verbesserung der Mörn als Lebensraum und Biotopver-bundstruktur.
die Schaffung eines besseren Identitätsgefühl der Bevölkerung der Anliegergemeinden mit „ihrer“ Mörn.
Über die direkte Arbeit auf der Baustelle vor Ort mit den Schülern sollen auch die Eltern/ Erwachsenen angesprochen und für die Lebensader Bach begeistert werden.
Projektpartner
Anliegergemeinden, Landwirte/ Grundstückseigentümer
Direktion für Ländliche Entwicklung/ Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Tüßling II
Landschaftspflegeverbände AÖ/ TS
Untere Naturschutzbehörden der Landratsämter Altötting und Traunstein
Wasserwirtschaftsamt Traunstein
Flussmeisterstellen Salzach, Burghausen und Altenmarkt
Gewässernachbarschaftsbetreuer Lkr. AÖ/ TS
Bund Naturschutz
Landesbund für Vogelschutz
Bildungseinrichtungen (z.B. Schulen, Fachakademie für Sozialpädagogik in Mühldorf/ Starkheim als Ausbildungsstätte für ErzieherInnen)
Projektstart
bei Tüßling mit der Fachakademie für Sozialpädagogik in Mühldorf/Starkheim
rabenbauer am 30.04.05 von 10-13 Uhr und 14-17 Uhr
gruppe
Geplant Aktionen
Ufersicherung mit Weiden
Bestimmung von Pflanzen und Tieren am und im Gewässer
Messen von Gewässerquerschnitten, Fließgeschwindigkeit und Abflussmenge
Naturerlebnisspiele
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Besonderer Dank
der Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Tüßling II, der Direktion für Ländliche Entwicklung, dem Grundstückseigentümer sowie dem Pächter für die gute Zusammenarbeit auf der Suche nach einer geeigneten Fläche
der Flussmeisterstelle Burghausen für Rat und Tat, Material und Werkzeug.

Hintergrundinformation
Der Mörnbach entspringt in Schnaitsee (Landkreis Traunstein) und mündet in Neuötting in den Inn (Landkreis Altötting). Auf der ca. 40 km langen Strecke durchfließt er neun Gemeinden.In der eher ausgeräumten und strukturarmen Agrarlandschaft des nördlichen Landkreises Traunstein sowie des Landkreises Altötting stellt die landkreisverbindende Mörn eine wichtige Lebensraumachse dar. Der Bachlauf ist als „Bayerisches Wadi“ eine geomorphologische und hydrologische Besonderheit, denn auf ca. einem Drittel ihrer Länge fließt die Mörn unterirdisch und hinterlässt ein als Trockental ausgebildetes Schmelzwassertal. Dieser Bereich ist nur im Extremregen- und/ bzw. Hochwasserfall wasserführend. Die ökologische Funktion des Baches ist durch Eintrag von Nährstoffen und Feinsedimenten aufgrund von Begradigung, fehlenden Gehölzstrukturen sowie intensiver landwirtschaftlicher Nutzung stark beeinträchtigt.Gemäß dem Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) der Landkreise Traunstein und Altötting ist das Mörntal ein Schwerpunktgebiet des Naturschutzes. Im Bereich von Tüßling läuft derzeit ein Umsetzungsprojekt des Naturschutzes zur Sicherung und Schaffung wertvoller Lebensräume. Die Pflege dieser Biotopneuanlagen erfolgt durch örtliche Landwirte über das Landschaftspflegeprogramm. Hier liegt auch die Fläche, auf welcher der Spatenstich für die Bach-Baustellen erfolgt. Im Rahmen der Flurbereinigung Tüßling II werden derzeit neben dem Bucher Bach, einem Zufluss zur Mörn, großflächige Geländemulden als Nahrungsquelle und Rastplatz für den Weißstorch geschaffen. Ergänzend zu dieser Maßnahme bauen die Schülerinnen am Samstag u.a. an einem Bachabschnitte natürliche Ufersicherungen aus Weidenästen. Da diese anwachsen, entwickelt sich hier ein Ufergehölzsaum, der wichtige Funktionen für den Bach erfüllt (z.B. Ufersicherung, Lebensraum und Nahrungsquelle für viele Tiere, Beschattung des Baches).

 

Das Mörnprojekt

Schulklassen arbeiten auf Bachbaustellen

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